Samstag, 7. Juli 2007

Futtern wie bei Muttern

Ich muss ja noch mal über Beikost nachgrübeln.

Der Wutz hat jetzt bald eine ganze Woche lang sein Kürbisreis-Gläschen gefuttert. Gläschen scheint also gut zu gehen, ich möchte jetzt erst mal dabei bleiben. Denn mir geht es mit Gläschen momentan auch besser. Wenn er Gläschen nicht isst, dann ist mir das nicht so schlimm. Dann hab ich dafür auch nicht teure Biozutaten gekauft und gekocht und püriert und Liebe reingetan. Es ist schlicht ein Gläschen, das Herr Hipp oder in unserem Fall Frau Alnatura gekocht hat :-)

Aber die sind so dämlich. Sie bieten in pur an:

Frühkarotten
oder
Pastinake


Grade noch geht dann ja auch

Kürbis mit Reis


Darauf aufbauend müsste es dann doch logischerweise geben

Frühkarotten mit Kartoffel (okay, gibt es wohl wirklich)
Pastinaken mit Kartoffel
Kürbis mit Kartoffel

Gibt es aber nicht. Dafür gibt es

Zucchini mit Kartoffel (und Reis)


Die hab ich dann aber doch noch gar nicht eingeführt.

Wiederum gibt es allerdings

Kürbis mit Reis und Huhn


Ich bin jetzt wieder ganz irritiert.

Ob ich dem Wutz wohl Zucchini mit Kartoffel verabreichen darf?

Oder soll ich Kürbis mit Reis und Huhn?

Oder Kürbisgläschen mit selbstgekochter Kartoffel?

Ich weiß es wieder mal nicht!

Kommentare:

Lia hat gesagt…

Naja, in dem Kürbisgläschen ist doch eh Reis drin. Von daher denke ich, dass Kürbis mit Huhn und Reis kein Problem sein sollte. Was mir mehrfach aufgefallen ist, ist, dass in den meisten Gläschen Reis drin ist. Vermutlich zum andicken, damit alles nicht so flüssig ist.

Monsterchen mochte eine Weile die ganzen Gläschen mit Kartoffeln drin gar nicht, sie ist da ja sehr eigen gewesen. Ich denke, dass Du da einfach auf Dein Gefühl vertrauen musst. Karotte und Pastinake sind bei mir ja ganz fix vom Einkaufszettel geflogen, da ich dem Kind nicht eine ganze Woche etwas geben wollte, was es wirklich gar nicht mag. Drei Tage haben mir gereicht, um sowas zu entscheiden (also pro Sorte).

Mal davon ab, irgendwie sind sämtliche Gläschen recht inkonsequent mit dem einführen von neuen Sachen. Wenn Du Dir da mal ein paar anguckst, dann staunst Du irgendwann Bauklötze, in den meisten ist Reis, dann gibts Gemüse mit Kartoffeln und Reis. Sehr bizarr. Vielleicht machen wir "modernen" Mamas uns zu viele Gedanken über das Essen unserer Zwerge, vielleicht gehen die Babykosthersteller nach irgendwelchen anderen Richtlinien, als die, nach denen wir gerne gehen würden. Alles nicht so einfach.

Also.. Ich hab nach und nach alle Kürbisvarianten am Töchterchen getestet, und irgendwann bin ich weg vom ein Wochenrhytmus. (Vielleicht zu früh, aber Töchterchen wirkte nicht unbegeistert, wenns irgendwann doch mal was anderes gab.) Und ich musste eine Weile Gläschen durchtesten, wie gesagt, Madame war da sehr eigen. Inzwischen isst sie sogar manchmal mein selbstgekochtes. Aber nur manchmal. ;)

Feuervogel hat gesagt…

Wie schon gesagt "Reis" ist in dem Sinne keine Zutat sondern ein Füllstoff, damit die Pampe nicht aus dem Gläschen tropft. Das verträgt er ja nun wohl und somit kannst du dich weiter wagen.

Ich habe dann erstmal mit unterschiedlichem Gemüse weiter gemacht. Würde mal annehmen, dass er jetzt wo er sich an Beikost überhaupt gewöhnt hat, vielleicht auch den Karotten gegenüber gar nicht so abgeneigt ist. Ich hab mich auch immer von einer Sorte zur anderen quasi so "rübergeschlichen". Also erstmal 2/3 Kürbis und 1/3 z.B. Blumenkohl, dann 1/2 und 1/2 usw. usw. Ich denke Kartoffel ist sowieso unbedenklich, aber wenn du dich dann besser fühlst, könntest du ja selber Kartoffeln dazwischen machen also "Kürbis mit Kartoffel". Ich hab mir sagen lassen, im Reformhaus gäbe es auch Instantkartoffelbrei, der wirklich nichts anderes enthält als eben Kartoffeln. Selbstgekochtes wird eben nicht so fein, deshalb mögen es die Kindis oft erstmal nicht.

Da du ja lieber vorsichtig sein willst, würde ich mit Fleisch noch warten. Wenn er das Gemüse richtig isst (und auch verträgt), dann erst Fleisch. Das gibt es ja auch separat als Fleischzubereitung. Kann man dann mit beliebigem Gemüse kombinieren.

Und wenn sich abzeichnet, dass er keine Allergien hat, dann rein ins pralle Babyleben. Ich ärgere mich hier schon dauernd, dass die Auswahl an unterschiedlichen Gerichten (allnatura, hipp, alete ... babivita schmeckt irgendwie nicht so gut) so begrenzt ist. Also, ich habe die ersten zwei Monate Beikost auch ganz vorsichtig eingeführt, dann merkte man irgendwie, dass ihr alles gut schmeckt und auch bekommt und mittlerweile ist es mir eben auch wichtig, dass sie viel Verschiedenes zu kosten bekommt, damit sie dann nicht so ein Kind wird, was nur dies das und jenes isst und sonst nix.

Ganz strikt sind wir hier nur bei Zucker, Milch und Ei. Das gibts bis auf Weiteres nicht.

Du machts das schon ... *aufdieschulterklopf*