Donnerstag, 20. September 2007

Arztbesuch

Der Arztbesuch heute war quasi ergebnislos. Der Wutz wiegt 9,4 kg, man muss sich also wirklich keine Sorgen wegen seiner Beikostverweigerung machen, er ist kerngesund. Das Problem liegt - wie wir ja alle vermuteten - nicht im gesundheitlichen, eher im schmusewolltechnischen Bereich.

Für den Krippenbeginn im Dezember müssen wir durchgeimpft sein. Darum wurde heute die Hepatitis-Impfung nachgeholt.

Kommentare:

Großstadtpflanze hat gesagt…

Hab mal eben nachgeguckt. Bei der U6 wog B. 9,5 kg und war 73 cm groß. Wie groß ist Wutz denn jetzt?

Anonym hat gesagt…

Hallo,
"zwingen" die Euch zur Hepatitis-Impfung?
Unser Kinderarzt ist zum Glück kritisch mit dieser Über-Impfung, aber er hat schon prophezeit, dass die Pharmas es durch Dauerbewerbung der Ärzte & Co. noch soweit bringen, dass die Vollimpfung überall verlangt wird. Hammer..

Rosa hat gesagt…

Hallo anonym,

nein, wir werden nicht zur Hepatitis-Impfung gezwungen. Wir möchten unseren Sohn in diese Krippe geben, und da sind nun einmal die Regeln so.

Schön, dass Euer Kinderarzt so kritisch ist. Hat er Euch denn auch Informationen gegeben, die Euch ermöglichen, fundierte Kritik an der von Dir so bezeichneten Überimpfung zu üben?

Es gibt grade hier im Internet immer so Extreme zwischen Still- und Flaschenmamis, Hausfrauenmamis und Arbeitsmamis und vor allem Impf- und Unimpfmamis. Beide Angehörige dieser extremen Parteien sind - wie es oft bei extremen Parteien der Fall ist - schlecht informiert. Leider. Überimpfung, die Pharmas ... Bei solchen Verallgemeinerungen wird mir angst und bange.

Ich bin beileibe auch kein Fan davon, den Ärzten alles zu glauben und sie wegen ihres weißen Kittels heilig zu sprechen. Darum würde ich auch nicht jede Behandlung für sinnvoll erachten.

Nenn mir doch bitte aber einen Grund, warum die Hepatitis-Impfung eines Kindes abzulehnen wäre. Schaust Du mal bei Wikipedia rein, kannst Du sehen, dass dies eine der häufigsten Infektionskrankheiten ist, die bei Kleinkindern schon durch kleine Kratzer oder Beißen weitergegeben werden kann. Hast Du einmal beobachtet, wie rabiat Kleinkinder miteinander umgehen können?

Viele Menschen haben Angst vor den Nebenwirkungen einer Impfung oder auch von späteren Impfschäden. Das kann ich verstehen. Das möchte ich auch nicht ableugnen. Jedoch habe ich zuviele Fälle der anderen Seite kennen gelernt. Ein früherer Freund von mir hat nach einer Mumpserkrankung im frühen Jugendalter eine nette kleine Diabetes als Andenken überbehalten. Ich kenne einige, die aufgrund einer Masernerkrankung unfruchtbar geworden sind. Ich kenne mehrere junge Leute, deren Mütter während der Schwangerschaft an Windpocken oder Röteln erkrankten. Diese jungen Leute haben das zweifelhafte Vergnügen, dass sie blind bzw. in einem Fall sogar ohne Augäpfel auf die Welt gekommen sind. Das erscheint mir schlimmer als die Impfschäden, mit denen ich bislang in Berührung gekommen bin.

Deswegen haben wir es so abgewogen.

Dies ist aber unsere Sache, andere Eltern entscheiden anders, das sei deren Sache.

Ich halte aber von solchen Polemisierungen wie "Pharmas", "zwingen", "Überimpfung" nicht so viel.

Du weißt sicherlich, dass einige Krankheiten, die in früheren Zeiten sehr gewütet haben, aufgrund von weltweiten Impfaktionen mittlerweile fast vollkommen "ausgestorben" sind. Hammer :-)

Anonym hat gesagt…

Ich wollte keine Kritik an Dir üben - Dein Beitrag hat sich angehört, als ob Du das nicht ganz freiwillig machst. Ich habe eine kritische Einstellung zur Vollimpfung und unser Kinderarzt auch, der aber niemandem seine Meinung aufzwingt. Wir hatten ein längeres Gespräch, in dem er auch von den Überzeugungsmehtoden der Pharmakonzerne sprach. Die sind schon sagen wir "speziell". Was er in seiner Praxis erlebt ist, dass es immer mehr Fälle von Autoimmunerkrankungen gibt, die er zum größten Teil bei vollgeimpften Kindern erlebt. Ich denke, man sollte kritisch sein und abwägen, welche Impfungen für das Kind sinnvoll sind, was sicher von der jeweiligen Lebenssituation abhängt, und nicht einfach ohne Gespräch und Hinterfragen die Vollimpfung buchen. Viele Mütter wissen nicht mal, gegen was ihr Kind überhaupt geimpft wurde. Die Fälle, die Du schilderst sind natürlich dramatisch - keine Frage. Aber wie oft kommt sowas vor?

Schlumpfine hat gesagt…

so jetzt muss ich auch noch mal meinen Senf loswerden. Das Thema Impfungen-ein schwieriges Thema-gerade auch weil Langzeitstudien fehlen und es sicher sehr schwer ist, objektive Informationen zum Thema zu bekommen-zu sehr sind Extrem-Meinungen zu dem Thema vorhanden so oder so. Rosa schriebt ja ganz richtig, dass viele Erkrankungen ausgerottet sind, daher auch das politische Interesse an einer hohen Durchimpfungsrate in der Bevölkerung, aber andererseitshaben wir es nun mit ganz anderen Zivilisationskrankheiten zu tun...da könnte man viel philosophieren und spekulieren.
Wir haben ja bei Maja auch "nur" die 5fach Impfung gemacht, die ja nun erst das erste mal mit 9 Monaten, bald ist nun die Auffrischung dran und ich hoffe es wird besser als das letzte Mal. Wie du weiß Rosa, sehe ich das ja ähnlich wie Anonym(warum eigentlich anonym -schade) und bin immer an einem Austausch zum Thema interessiert. Ich denke aber auch, dass jede Familie dass für sich entscheiden sollte und wenn ihr auch damit sicherer fühlt, dann ist es doch gut. Wobei ich erstens über die Wikipedia-Information sehr sehr erstaunt bin, von wegen Übertragung durch Kleinkinder beim Kartzen, das halte ich doch für eher unwahrscheinlich und das habe ich auf einer entsprechenden berufsbedingt notwendigen Fortbildung zum Thema Umgang mit Hepatitis B auch anders von seiten des Gesundheitsamtes gelernt und bei vielen Ärztens scheint diese Info dann auch noch nicht angekommen-unsere Ärztin macht prinzipiell keine Hepatitis B Impfungen vorm 13 Lebensjahr so unterschiedlich ist das -aber nun denn -nichs ist unmöglich und wer weiß das dann schon mit Gewißheit, vielleicht gibt es da ja neuere Erkenntnisse.
Verwundert bin ich allerdings auch über die Tatsache dass eine Kita die Impfung mit Hepatitits als Aufnahmeverpflichtung macht, dass ist mir berufsbedingt auch noch nie untergekommen und wie du weißt habe ich vor meiner Erziehungszeit täglich mit welchen zusammengearbeitet-daher würde mich interessieren:Habt ihr das einfach für wichtig angesehen oder ist es da tatsächlich Bedingung oder ist da jetzt gar geändert worden, dass das jetzt überall verpflichtend ist? Das fände ich dann aber auch schon heftig-denn der Grundsatz jede Familie sollte das individuell für die Gesundheit des Kindes entscheiden sollte in jedem Fall gelten können-so oder so! Ansonsten denke ich nämlich ist es individuell abzuwägen und jeder sieht das aus einer anderen Perspektive.Du kennst bedauerliche Fälle die eine der wenigen sind, bei denen so etwas wie Masern mit derartigen Komplikationen verläuft und ich wiederum kenne wiederum berufsbedingt Fälle die eine der wenigen sind die einen Impfschaden davon getragen haben. Daher beeinflussen uns diese Fälle und persönlichen Erfahrungen natürlich auch. Also nichts für ungut Rosa und sorry, dass ich jetzt hier auch noch so lange meinen Sermon abgeben musste, der wie ich weiß doch ein wenig konträhr zu deiner Meinung ist. Aber sonst wäre es ja auch langweilig, wenn wir beide immer einer Meinung wären und für den Wutz habt ihr das bestimmt richtig entschieden.

Großstadtpflanze hat gesagt…

Das Thema Impfen ist wirklich ein schwieriges Thema. Wir haben bei B. auch lange überlegt, ob wir sie überhaupt impfen lassen. Schließlich haben wir uns doch dafür entschieden. Die erste Impfung bekam sie dann erst mit einem Jahr. Sie hat die 5-fach Impfung bekommen, also ohne Hepatitis. Der Kinderarzt selbst riet uns von der Hepatitis-Impfung ab. Er sagte zu uns, dass die Krankheit überwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragen würde und würde deshalb die Impfung schon bei Babys für unnötig halten. Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich das gehandhabt wird.

Dass Kitas nur "scheckheftgepflegte" Kinder annehmen, davon habe ich auch schon gehört. Ich frage mich gerade, wie machen das eigentlich Eltern von nichtgeimpften Kindern mit der Betreuung? Ob die sich dann privat was organisieren müssen, weil die Kitas ihre Kinder ablehnen? Würde mich mal interessieren.

Die Antwort auf die Frage von Schlumpfine würde mich auch interessieren: Ist bei Wutz zukünftiger Krippe die Hepatitis-Impfung tatsächlich Pflicht?