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Donnerstag, 22. November 2007

Noch ein bisschen ätzend obendrauf

Nachdem wir nun das große Vergnügen hatten, mehrere Stunden im Kinderarztwartezimmer zu verbringen (übrigens, da sind seltsame Mütter, eine wollte die Wartezeit abkürzen, es sei ihr nicht zuzumuten, mit all den anderen Kindern und Müttern zu warten, ihr Kind sei nämlich KRANK; okay, okay, ich für meinen Teil hab es einfach als eine Art preiswertes Hobby entwickelt, mit meinem gesunden Kind im Wartezimmer zu sitzen ...), naja, egal, nachdem wir da also sehr sehr lange saßen, kamen wir dann auch irgendwann dran, und siehe da, der Wutz ist ja nun doch nicht gesund, er ist krank. Sein Hals ist ganz vereitert (darum rasselt das auch so beim Atmen), zudem kriegt er natürlich auch mal wieder gefühlte 800 Zähne, er ist also krank, der grüne Schleim muss irgendwie weg.

Als kleines Präsent schon einmal vorträglich zum Geburtstag darf er nun Antibiotika nehmen in der nächsten Woche.

Ich hab - zumal ich selbst ja nun wirklich recht alle bin - diese Mama samt Mini und auch die andere Mama samt Kaiserchen wieder ausgeladen bzw. deren Besuch verschoben.

Auf Schlaf hoffend habe ich den maladen Wutz nach dem Arztbesuch (auf dem Rückweg schlief er schon ein wenig in der Karre) fast schon ins Träumerleland paniert, aber der Briefträger war so freundlich, ein Paket für Nachbarn abzugeben, da war das dann doch nichts mit Erholung für Mutter und Kind.

Scheißkram Ziemlich blöd!

Dienstag, 13. November 2007

Schön heute

Eigentlich hab ich heut morgen gedacht, dass ich den Tag gar nicht schaffe, denn der Wutz war heute nacht recht fordernd, vielleicht auch weil er so verschnieft ist. Egal, ich hab extrem wenig Schlaf bekommen und fühlte mich heut morgen irgendwie unzuständig für diesen Tag.

Das lässt der Wutz ja nun bekanntermaßen nicht gelten, also mussten wir aufstehen und uns reinigen und dekorieren und so.

Als um 9.00 die Gemüsekiste kam, ging es mir schon besser :-) Herr Wutz und ich hatten ein schönes Frühstück und beschlossen danach, ein paar Einkäufe in der Stadt zu erledigen. Wir mussten Photos von Budni abholen, Apfelkraut kaufen, Muscheln kaufen usw.

Vorher musste ich den Wutz natürlich warm einpacken, denn es war ziemlich kalt heute. Da kamen doch der schöne Fleece-Anzug, den ich von Ebay ersteigert hab, und seine Fellpuschen gerade recht.


Bei Budni war alles ein wenig ungeordnet, ein paar von den bestellten Photos sind noch nicht da, aber das kommt schon noch.

Wir sind über den Markt gebummelt und haben schöne Muscheln beim Fischhöker bekommen. Wir haben noch dies und das andere auch besorgt. Schön geruhsam.

Auf dem Rückweg schwächelte der Wutz etwas, aber als wir wieder zu Hause waren, wollte er partout keinen Mittagsschlaf machen. Also durfte er mir beim Brötchenbacken zuschauen, denn das hatte ich mir für heute fest vorgenommen: Apfelbrötchen backen!

Das Zuschauen hat ihn dann doch ermüdet, er ließ sich zu einem Stündchen Schlaf überreden, in der ich die Brötchen fertigknetete und sogar auch noch ein wenig Job erledigen konnte.

Danach war dann Mittagessen angesagt, er durfte ein Apfelbrötchen dazu futtern, ansonsten gab es für uns gemeinsam eine Suppenschüssel mit Gabel-Spaghetti in Tomaten-Huhnsoße. Ich hab zwar schon leckerer gespeist, aber dem Wutz hat es ganz gut geschmeckt, das Brötchen auch ...

Die Brötchen sind zwar etwas flach geraten, schmecken aber lecker:


Nach dem Essen haben wir im Wohnzimmer abgehangen, der Wutz hatte Lesearbeit, ich habe gestrickt ;-)

Wie man auf den folgenden Photos sieht, ist Lesen im Moment sein Ein und Alles :-)


Aber auch die sportliche Komponente durfte heute nicht zu kurz kommen :-)


Der Tag ging dann mit einem leckeren Muschelfuttern mit dem stolzen Neu-Firmenwagen-Besitzer A zuende. Der Wutz durfte zwar keine Muschel, hat aber sein Breichen brav gegessen. In der Badewanne hat er sich noch ausgetobt und schläft jetzt, bislang nur einmal paniert :-)

Samstag, 10. November 2007

Das war heute wunderschön

Heute war größtenteils ein ganz wunderschöner Tag!

Ich hatte eine ganz erholsame Nacht, der kleine Kerl hat nur zweimal geweint, ich hab dann ganz kurz gestillt, er hat in seinem Bett weiter geschlafen. Es war himmlisch. Ich war heute morgen nur aus einem Grund müde: Gestern nacht hab ich aus lauter Freude am Allein-Bett zu lange gelesen. Himmlisch!

Vor lauter Zulangegelesen-Müdigkeit hätte ich fast Yoga geschwänzt, aber Frau Schmidt hatte heute Saubermachtag hier, da wollte ich nicht ständig vollgeklönt werden beim Aufräumen stören, also bin ich doch zum Yoga.

Yoga war toll heute, ich war froh, dass ich da war. Wir haben Übungen gemacht, die meiner Stimmung heute sehr gut entgegenkamen. Noch toller war aber, dass der kleine Herr Anti-Yoga-Wutz mich yogen hat lassen. Er hat eine kleine Kumpeline gefunden, sie ist ein bisschen jünger als er, und irgendwie haut es ganz gut hin bei den beiden, also klar, sie zuppeln sich mal an den Haaren und so. Das ist übrigens für die kleine Marie ganz ungerecht, sie ist nämlich eine kleine milchkaffeebraune Marie und hat so niedliche Kullerzöpfe, da zuppelt es sich viel besser dran :-) Aber wenn sie sich dann ein wenig bezuppelt haben, ist es gut, und sie ziehen los. Heute waren Maries Mama und ich nach ca. fünf Minuten Stille ein wenig beunruhigt, was die Kleinen so treiben, und siehe da! Der Wutz hat mit seinen Toiletten-Übungen nicht nur den Eumel in Down Under angesteckt ... Nein, jetzt ist auch Marie sehr an hygienischer Keramik interessiert. Ich fand die beiden an der Toilette stehend und interessiert ins Klobecken greifend. Jegliche meditative Stimmung war dahin *prust* Ein sehr niedliches Bild!

Ansonsten war Yoga toll, ich war voller abstillender Glückshormone. Dann noch schnell durch den wunderbaren Novemberregen auf den Markt. Hab ich mir doch gedacht, der Wutz mag vielleicht kein Breichen, sondern möchte familienbeköstigt werden, also auch ein wenig stabilere Nahrung. Ich wollte ihm weiche Birnen, nette Äpfel und andere Nettigkeiten besorgen, zumindest ein bisschen. Ich hab sogar ein bisschen Seelachsfilet bekommen. Das Fischgeschäft vor Ort hat sich geweigert, mir ein winziges Stückchen zu verkaufen, aber der Fischmann auf dem Markt hat gesehen, dass er da ja in eine fischverkaufsreiche Zukunft investiert, wenn er mir ein winziges Bisschen gibt. Hab also Seelachs für 50 Cent gekauft.

Und als ich mit all meinen Einkäufen nach Hause kam, war meine MAMA auch schon da, die hatte ich sooooo lange nicht gesehen, und das war sooooo schön, und ich hab mich soooo gefreut! Sie hat dem kleinen Kerl ein kleines Buch mitgebracht, auch gleich vorgelesen, es stieß auf großen Gefallen.

Wir haben uns dann ein schönes Essen gebrutzelt. Nur leider der Herr Wutz, der war zu müde, der wollte nichts essen, der hat nur noch geweint. Also hab ich mal so gerechnet, dass es schon eins war und er seit halb sechs morgens nichts mehr bekommen hatte an Muttermilch. Also hab ich ihm ein Einschlafstillen erlaubt, als ich merkte, dass er anders nicht zu schläfern war. Vielleicht falsch, aber hab ich mir halt so gedacht.

Er hat sogar ca. 30 Minuten geschlafen.

Und für das Nächste brauch ich einen Extra-Blog-Eintrag!

Donnerstag, 8. November 2007

Intimsphäre

Ich bin eine typische Frau. In manchen Dingen jedenfalls. Ich gehöre zu den Frauen, die Toiletten in Restaurants am allerliebsten gleich gemeinsam mit den Freundinnen aufsucht.

Das ist ja auch nicht schlimm, weil man da ja immer noch in verschiedenen kleinen Kabinen hockt und so.

Nun ist der Wutz ja ein recht aktiver und agiler Wutz und mag so gar nicht in seinem Laufställchen sein. Und wenn ich ihn allein in der Wohnung krabbeln lasse, während ich auf Klo gehe, befürchte ich eines der folgenen Szenarien ...

  • Wutz von Katze zerkratzt
  • Katze von Wutz gedingst
  • Wohnung zerlegt
  • Wutz von Regal zerlegt
Also nehm ich den Wutz gezwungenerweise mit auf die Toilette. Das war bis vor ein paar Tagen auch noch gar nicht so schlimm, da hat er eben das Katzenklo besichtigt oder seine Windelpackung untersucht.

Jetzt stehe ich mitsamt der Toilette im Mittelpunkt des kindlichen Interesses. Er zieht sich an meinen Beinen oder aber der Klobrille hoch, er interessiert sich für eventuelle Begleitgeräusche und versucht, deren Herkunft zu ergründen. Sobald ich mich erhebe, versucht er, sich an der Klobrille hochzuziehen, damit er besser in die Schüssel schauen kann. Er versucht, das Klopapier noch zu fangen, bevor ich es schnell wegspüle, er möchte gerne den Kopf mit dem Spülwasser nass machen, er möchte das Wasser mit seinen Händen fangen. Kurz: Die Toilette ist ein unendlich großes Forschungsgebiet für meinen kleinen Kerl.

Auf jeden Fall bringt mich das zu dem Hygiene-Tipp zurück, den ich neulich bei Mini's Ma las. Wir waschen jetzt nach jedem Toilettengang gemeinsam die Hände :-)

Neues zum ewigen Thema ...

Ich find das ja toll, dass ich hier so viele gute Ratschläge und Meinungen und überhaupt bekomme zum ewig aktuellen Thema Stillen-Beikost-Schlafen. Das hat mich heut ein wenig getröstet, denn da war ja nun wirklich der Wurm drin.

Hier also die Fortsetzung ...

Nachdem der kleine Kerl sein Frühstück nicht essen wollte, ging es erst einmal eine Runde spielen (und ein nettes Telefonat mit der ebenfalls abstillenden Kaiser-Mama führen). Wegen meiner Erkältung hab ich mich für die Arbeit heute abgemeldet, so dass ich nicht so sehr auf ein schnelles Tagschläfchen vom Wutz angewiesen war. Aber er schwächelte immer mehr, wollte aber ohne Brust nicht einschlafen (lautes Kreischen untermalte seinen Unwillen). Da es schon 11.00 Uhr war und die letzte Stillrunde somit nun auch wirklich schon einige Zeit zurücklag, hab ich ihm dann doch einen kleinen Cocktail angeboten. Nach anderthalb Minuten schlief er schon, er kann also auch davon nicht wesentlich satt geworden sein.

Der Wutzesche Mittagsschlaf verlief ungewohnt lang: Drei (!!!) Stunden hat er geschlafen, nicht einmal die Klingel hat ihn gestört. Dann wachte er wohlgemut auf, und ich war ganz glücklich, weil ich ihn nun ganz hungrig wähnte.

Ich hab ihm sein Lieblings-Gläschen warm gemacht und mein Essen auch gleich mit. Gut, er hat anderthalb Löffelchen vom Lieblings-Essen gefuttert, von mir noch ein paar Brokkoli-Röschen abhaben wollen und ein paar Nudeln. Das war es dann aber auch. Viel Wasser hat er getrunken.

Am Nachmittag war er extrem anhänglich. Er wollte mehrere Stunden lang überhaupt nicht von meinem Schoß runter, also haben wir Bücher "gelesen" und angeschaut und geschmust und "Hoppe Reiter" gespielt. Er hat ein paar Mal versucht, durch den Pulli anzudocken. Wenn ich mich mit ihm zusammen auf den Fußboden gesetzt hab, dann war er ganz glücklich und hat schön gespielt. Wir haben ein Wettkrabbeln veranstaltet und sein Bobby-Car hin- und hergeschoben. Und er hat ca. einen halben Zwieback verspeist. Immerhin.

Abends hat er ganz gnädig eine halbe Portion seiner halben Portion Brei gefuttert. Und von unserem Essen wieder ganz viel abhaben wollen. Also hat er nun ein paar Spaghetti intus, ein ganz bisschen gedünsteten Lachs und einige Fenchelstückchen.

Zu seiner Schlafenszeit hatte ich eine Betonbrust und musste dann auch stillen, er ist ratzfatz beim Stillen eingeschlafen und bis jetzt einmal aufgewacht. Da konnte er aber durch Spieluhr und Streicheln schnell wieder geschläfert werden.

Hm, also hab ich heut nicht ganz durchgehalten. Aber ich will ja auch noch nicht richtig ganz total abstillen bis morgen, sondern langsam reduzieren. Das ist heute ganz gut geglückt, hat aber nicht den Effekt gehabt, dass der kleine Kerl nun mehr futtert. So war das also heute.

Montag, 5. November 2007

Laterne, Laterne

... Sonne, Mond und Sterne (vom Prosecco-Pegel her hätten wir ja eigentlich sangeslustig sein müssen ;-) ).

Die Kaisers waren bei uns. Bei Kuchen und Kaffee haben wir den riesigen Entwicklungssprung von Finnley bestaunt. Ich war wirklich beeindruckt. Mein vorherrschender Eindruck war, dass der kleine Kerl wahnsinnig stolz (mit gutem Grund!) und irgendwie auch erleichtert ist (nach dem Motto "Problem erkannt"). Es war einfach nur faszinierend! Ich freu mich riesig! Und die Kaisers ja auch. Der Wutz war jedenfalls froh, seinen ollen Kumpel wieder zu sehen. Sie erkennen sich tatsächlich wieder, der Wutz hat auch Finnley höchstens zweimal ins Auge gepiekt.

Ich hab ein schönes Kuchenrezept gefunden, nämlich hier, und wie es dann der Zufall wollte, war die Rezeptverfasserin diejenige, die das Kaisersche Wichtelpaket gepackt und geschickt hatte und ebendiesem Paket auch ebenjenes Rezept beigefügt hatte.

Tja, und dann der Laternenumzug. Ich fürchte ja, ich bin ein sentimentaler Mensch. Jedenfalls jetzt. Seit ich diese Hormone habe.

Letztes Jahr, als der Laternenumzug war, da war ich hochschwanger und insofern auch extrem mit Hormonen versehen. Die Kinderlein liefen unter unserem Balkon entlang, ich stand auf selbigem und weinte ganz gerührt, so dass ich total geschüttelt war :-) Es war irgendwie ein seltsames Gefühl, aber mir war klar, dass ich im nächsten Jahr dann mit einem kleinen Wutz unterwegs sein werde, und mit Laterne.

Das damals nächste Jahr ist nun dieses Jahr, und der kleine Wutz war mit den Kaisers und uns unterwegs. Mit Laterne (die Kaisersche sogar kreativ gebastelt, wow!). Und ich war wieder voller Hormone und gerührt und geweint und so.

Es war schön, wenn auch irgendwie nicht so richtig laternig. Ich hatte mir das irgendwie feierlicher vorgestellt, aber vermutlich liegt das ein wenig am Stadtteil und so.

Unsere Kröten haben es gut mitgemacht und nur wenig gekrötet, der Wutz musste gen Ende dann kurzfristig getragen werden.

Richtig heulig wurde mir erst später. Wir sind nämlich vor dem krönenden Ende, dem Feuerwerk nach Hause gegangen. Nach einem ordentlichen Heimmarsch kam uns ein kleines Mädchen mit seinen strunzbesoffenen Eltern entgegen. Als es uns mit unseren Laternen sah, rief es "Kuck, da laufen noch welche mit Laterne!" Die Mutter fragte uns lallend, ob denn da noch irgendwo was sei. Wir haben ihr gesagt, dass in ein paar Minuten das Feuerwerk losginge, die sind weitergegangen, aber es war klar, dass sie den Umzug mit Feuerwerk gänzlich verpassen würden. Ich hab es mir so richtig vorgestellt, das Mädchen hat sich seit Tagen gefreut auf den Laternenumzug und muss dann zu Hause sitzen und warten und zusehen, dass die Eltern sich den Pegel ansaufen und ihren Umzug vergessen :-( Wie furchtbar! Es reichte genau dazu, dass ich wiederum in Tränen ausbrach.

Nunja. Aber schön war es.

Leider sind meine Photos allesamt nichts geworden, und die vom A sind auch nichts geworden. Meine Hormone sind nicht so arg schlimm, also ich wein jetzt deswegen nicht, aber ich hoff ja, dass die Kaisermama, die hier einen ganz tollen Bericht geschrieben hat mit ganz tollen Photos, mir davon einige zukommen lässt :-)

Freitag, 2. November 2007

Erst müde, dann geruhsam ...

Die letzte Nacht war mal wieder unter aller Kanone. Dem kleinen Quälgeist sei verziehen, er zahnt und kann nichts dafür. Leider kann ich für mein Schlafbedürfnis auch nicht wirklich was. Wir lagen heute nacht also mit unseren Interessen sozusagen im Konflikt.

So fiel es mir gar nicht so leicht, heute morgen früh aufzustehen, den Wutz und mich adrett zurecht zu machen und zum Yoga zu gehen. Ich wollt erst schwänzen, aber der Kurs fing heut neu an, und ich war so gespannt, wer denn da so mitmachte.

Wir waren letztlich nur mit der Lehrerin zu viert. Eine sehr nette Frau mit einem Sohn in Wutzens Alter war letztes Mal auch schon dabei und ist auch in diesem Kurs mit von der Partie. Mittlerweile kann er auch krabbeln und zieht sich in den Stand, so dass die beiden ganz kumpelhaft losgezogen sind. Die nächste Frau hat eine kleine Tochter, die mit ihren vier Monaten noch mehr oder weniger ruhig rumliegt. Aber der Wutz ist diesmal ganz sorgsam gewesen und hat nicht versucht, sie zu essen oder ihre Augen auszupfriemeln.

Den restlichen Tag haben wir ganz geruhsam verbracht, ich beim Stricken, Herr Wutz beim Spielen, sehr nett :-)








Wie man auf den Bildern sieht, ist der Wutz derzeit ein kleines Auslaufmodell. Ich bin aber auch ein Dämelack, dass ich erst so spät auf die Idee mit dem Sabberlatz gekommen bin. Hat ihn dann ja auch gleich zu Höchstleistungen angespornt.

Donnerstag, 1. November 2007

Nicht so richtig fit

... ist der Wutz. Oben rinks oder lechts, je nachdem, von wo aus man es sieht, schimmert ein Eckzähnchen durch (das meine ich ja schon seit längerem). Der Wutz war quakig den ganzen Tag und mochte nicht viel essen. Einschlafen auch nicht, aber letztlich hat es ihn doch in den Schlaf gerissen.

Fasziniert war er heute, als ich damit angefangen habe, unseren hinteren Balkon wintersauber zu machen. Er hat in den Blättern gewühlt und ein wenig Erde gefuttert und gegen die Glasscheiben geklopft und sich gut amüsiert.

In der S-Bahn auf der Fahrt zum Büro hat er einer Oma die Brille versucht zu klauen.

Ich hoffe, dass diese Nacht ganz ruhig wird, bin nämlich ganz müde.

Morgen ist wieder Yoga, ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich mich schon freue!

Sonnabend gehen wir bekleidungsbörsieren und Haus ankucken.

Und am Sonntag kriegen wir ganz lieben Besuch, aber ich sag noch nicht, wer, ätsch :-)

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Nacht schlaflos, Kind verstopft

Beim Wutz ist die Nase dicht, es schnoddert grün heraus, die Nacht war dementsprechend.

Irgendwie find ich es ganz schön doof, man geht zum Kinderarzt, um das Kindchen zu impfen und kommt wieder mit krankem Kind. Das muss doch auch anders gehen ...

Dienstag, 30. Oktober 2007

So lässt es sich aushalten ...

... die Nacht war nicht besonders unruhig, der Tag war schön ruhig, aber "ergiebig".

In der Nacht hab ich sogar zweimal zwei Stunden Schlaf am Stück gehabt, das ist ja immer schon ein kleiner Urlaub. Der Wutz schläft schon seit einigen Wochen zumindest in seinem Bett ein, er wandert nachts rüber in meins, aber das ist ja schon mal ein Teilerfolg.

Bin dann zum Aufwachen nach meinem neuen Masterplan verfahren. Nicht den Wutz weiterstillen, damit wir vielleicht noch zwanzig Minuten schlafen können, nein, nein, munter werden, wenn der Wutz munter wird. Fällt zwar schwer, aber ich hab ja noch Glück. Mein Wutz wird meist so gegen 7.00 Uhr munter, es könnte schlimmer sein.

Er wird dann ein wenig beschmust im Bett, wir toben, dann stehen wir auf, es folgt das mütterliche und söhnelige Reinigungsritual, dann Frühstück.

Heute gab es Zwiebackbrei, Rezept kommt noch. Mundete dem Kinde. Dann ab ins Wohnzimmer, Schotten dicht bzw. Türen zu, damit die arme Molli-Katze ihre Ruhe hat. Kind auf den Fußboden, Mutter ans Notebook, so können beide ungestört arbeiten. Ich hab eine gute Stunde gearbeitet, nur ab und zu den Wutz vertreiben müssen, der sich so gerne mit seiner Spucke in meiner Tastatur verewigt hätte. Ging aber. Dann müdelte er, also ab ins Bett mit ihm. Das war gegen 10.00. Da hab ich ihn dann gestillt. Kind eingeschlafen, Mama wieder an die Arbeit. Nach einer Weile Kind wach, also ein wenig Tobeprogramm mit Kind, dann Mittag.

Der Wutz hat heute auch wieder ein ganzes 220g-Gläschen verspeist. Ich hab mal Hipp-Fisch probiert. Er mag Fisch. Gut, ich mag auch Fisch :-)

Dann hat er gespielt und ich gestrickt. Das Rückenteil von seiner Jacke ist fertig, ich hab mit dem Vorderteilchen angefangen. Vorne rechts.

Gegen Nachmittag packte ihn erneut die Müdigkeit, das lag vielleicht auch an dem netten Telefonat mit der Kaisermutter, wo er lebhaft dran teilnahm. Also wieder Kind ins Bett und Mama an den Rechner, zwecks Geburtstagsvorbereitung für Kind.

Dann Kind wieder wach, noch ein wenig gemeinsames Toben, dann haben wir es uns in der Küche gemütlich gemacht und das Abendessen vorbereitet, es gab Kartoffel-Karotten-Zucchini-Puffer mit Kresse-Saure-Sahne-Dings und Räucherlachs. Und für den Wutz ein Birnenbananen-Dinkel-Milchbreichen.

Dann Kind in die Wanne samt Mutter, ein wenig Toben, dann Kind müde und eingemilcht.

Nett war es so. So gemächlich. Das kann so bleiben :-)

Ach, er hat auch heute wieder laufen geübt, drei Schrittchen klappen schon ganz gut. Ich muss jetzt nur noch üben, dass ich schneller mit der Kamera zur Hand bin :-)

Freitag, 26. Oktober 2007

Der Impfling ... und der heutige Tag

Heut war ich fest entschlossen, diesem Tag einen straffen Rhythmus zu geben. Eine gute Mutter macht das oder so :-)

Ich war fest entschlossen. Das fängt ja schon morgens an. Der Wutz ist seltsamerweise meist früher bei Bewusstsein und wach und überhaupt als ich. Ich muss gestehen, dass ich dann immer wieder der Versuchung erliege, ihn mittels Muttermilch in die Bewusstlosigkeit zurückzubefördern. Das führt ja eigentlich zu nix. Er ist vielleicht 20 Minuten länger ruhig, in denen ich mein Bewusstsein irgendwo rechts hinter Nirwana oder so wieder finde. Mit ein wenig Glück jedenfalls. Schlafen tut der Wutz dennoch meist nicht mehr. Dafür ist er dann aber satt. Will heißen, er ist dann unwillig zu früstücken. Brei. Beikost. Und so.

Ich war also fest entschlossen, heut morgen den harten Weg zu wählen. Okay, ich hab eine kleine Abkürzung eingebaut. Ich hab den Wutz delegiert. Für zwanzig Minuten an den A. Dann war ich auch einigermaßen bei Sinnen und hab dann also mit dem straffen Rhythmus begonnen. Eine gute Mutter macht das ja so.

Frühstück. Der Wutz hat mich - vermutlich wegen der frühen Tageszeit verdutzt angeschaut. Er war nicht sehr hungrig, hat aber wohl höflichkeitshalber ein paar Happen gefuttert. Kind warm anziehen (da muss ich gestehen, dass ich da manchmal nachlässig bin, weil Kind aber auch keine Frostbeule ist, sondern eher ein Schwitzfrosch). Ab zum Impfen (das macht gute Mutter ja auch so ;-) [ich wollt mit dieser Behauptung jetzt aber keine politischen Grundsatzdiskussionen fördern]). HepatitisB ...

Wir hatten eine kleine Wartezeit von zwei Stunden, aber sei es drum, das ist ja auch irgendwie rhythmisch, das warten, wenn auch eher so ein langsamer Walzer.

Der Wutz fand den Pieks nicht erheiternd. Er hat sich echauffiert. Und dann hat er der Kinderärztin freundlich "Auf Wiedersehen" gewunken.

Der restliche Rhythmus war dann etwas impfschläfrig. So konnte ich ganz gut arbeiten, noch ein wenig stricken. Und sogar raglanrechnen. Raglanärmel sind nämlich kompliziert.

Am Nachmittag erwachte der Wutz, aber er war irgendwie nicht der Übliche Alte. Er war purzelig und maulig. Und auch nicht wirklich breihungrig.

Aber morgen wird es ihm sicherlich besser gehen, er schläft jetzt ganz ruhig.

Übrigens ist Impfen eine gute Möglichkeit, die kommenden und vorhandenen Zähne im Kindleinmund zu zählen. Ich habe bei der Gelegenheit entdeckt, dass unten links (vom Kindlein aus gesehen) der äußere Schneidezahn kommt :-)

Sonntag, 14. Oktober 2007

Minibärchen war da

... samt Minibärchen-Mama.

Das war ein schöner Besuch. Der Wutz und das Minibärchen hatten sich richtig viel zu sagen, das Minibärchen hat geduldig die Knutsch- und Rammattacken ihres kleinen Verehrers ertragen.



Wir Erwachsenen hatten Kuchen (matschig, lecker). Übrigens hab ich seit gestern endlich mal wieder Appetit auf Kaffee, die letzte Tasse ist wirklich sehr lange her, ca. Anfang März 2006, mit dem Anfang der Schwangerschaft schwand der Kaffeehunger.

Der A hat für die Kleinen unseren auf dem Babybasar von gestern neu erworbenen Türhopser aufgehängt. Der Wutz war ein wenig skeptisch, was vielleicht dran liegen mag, dass er heute Krabbeln und somit "Von der Stelle bewegen" auf dem Programm hatte und nicht Stehhopsen.


Das Minibärchen hat aber heute sämtliche Sitzgelegenheiten vom Wutz geprüft und für gut befunden.


Auch der Hochstuhl fand Gefallen.


Der Wutz hat dann lieber alles "bestanden".

Und die Minibärchen-Ma hat mir gezeigt, wie ich den Wutz mit dem Ergo-Carrier huckepack nehmen kann. Das klappte prima. Allerdings stand ich dann zunächst vermeintlich vor einem Problem. Wutz hinten auf dem Rücken trägt sich klasse. Allerdings ist es ja nun herbstlich draußen. Bei einem bauchseitig getragenen Wutz ist das nicht weiter schlimm, da zieh ich mir ne Jacke über, und schon haben wir das beide kuschlig warm. Das geht aber - unbestreitbar - bei einem Rucksackwutz nicht. Dachte ich. Bis mir einfiel, dass ich zu Beginn der Tragezeit mit Wutz eine geniale Tragejacke gekauft hatte. Diese Jacke hat einen Einsatz, mit dem man sie vorne erweitern kann, so dass da eine kleine runde Mama und ein kleiner kugliger Wutz bauchseits getragen reinpassen. Sie hat aber auch einen Reißverschluss hinten und ein Kuckloch für den Huckepack-Wutz. Genial. Nun muss ich nur noch üben, den Wutz allein in den Huckepack zu kriegen und die Jacke dann allein an- und auszuziehen!


Nach dem Kuchenfuttern haben wir Mütter einen Spaziergang einmal um den See gemacht. Wir waren zunächst recht faul und haben die Kleinen in diversen Gefährten untergebracht. Das Minibärchen durfte Wutzens Hartan testen, wir haben den Buggy genommen.

Nach einem Spielplatzbesuch (Rutschen, Pferdchenschaukeln), von dem leider nur die Mini-Ma Bilder gemacht hat (sie schickt sie mir bestimmt noch), setzten wir unsere Wanderung fort, stillten noch ein wenig und tauschten nach einer weiteren Weile die Transportgegebenheiten. Das Bärchen wanderte auf Mamas Rücken, der Wutz in den Hartan, und so ging es dann heimwärts.


Zuhause knutschten die Kinder noch ein wenig rum (leider hat auch hier nur die Mini-Ma Bilder gemacht, aber sie schickt sie mir sicher ...), dann musste unser Besuch schon wieder los, weil die junge Dame müde war.

Schön war's. Danke Ihr Beiden, das wiederholen wir bald, ja?

Dienstag, 9. Oktober 2007

Technik und so

Bei Papas Rechner kann er mit der Klappe klappern.

Bei meinem Rechner zieht er gleich den Stecker. So macht es richtig Spaß, am Rechner zu sitzen. Ich glaube, das 0-I-Prinzip sollte anders funktionieren.

Montag, 8. Oktober 2007

Großer Wutz

Heut ist er ein Kleinkind irgendwie. Er plaudert die ganze Zeit vor sich hin, er ist intensivst am Arbeiten an seinem Projekt "Ich bin groß und steh allein", er scheint tatsächlich auch manchmal zu verstehen, wenn ich mit ihm rede. Er hält sich sein Spieltelefon ans Ohr und sagt "A-O! A-O!"

Mein kleiner Pumpernickel-Wutz.

Und zum Vormittagsschläfchen stille ich meinen kleinen Kerl, er steht noch im Halbschlaf immer wieder auf und will es freihändig können (mit schlafroten Bäckchen und geschlossenen Augen ...), es muss doch klappen. Ich lege ihn wieder hin, an seiner Wange ist noch ein Milchtropfen, er lächelt, schließt die Augen, wirft seinen Kopf mit Schwung beiseite und schläft.

Mein kleines Baby-Söhnchen.

Uff, ich hab ihn so lieb :-)

Montag, 1. Oktober 2007

Urlaub

Eigentlich haben der A und ich heute Urlaub. Aber wir hatten ja nun heute etwas vor, der Wutz musste zum Arzt. Leider war die Nacht sehr unruhig, der Kleine ist mittendrin weinend und wimmernd aufgewacht und war lange nicht zu beruhigen. Und so haben wir verschlafen. Dabei hatte ich den Wecker extra nicht gestellt, weil wir das eigentlich seit Wutzens Geburt nicht mehr brauchen.

Naja, um halb neun waren wir dann mehr oder weniger wach. Der kleine Joe Cocker war schlappig und schleimhustig. Ich war drömelig mit Schniefkopf, der A war auch total müde. Aber immerhin wach.

Auf auf also zum Arzt. Dort wurden wir aber gleich wieder weg geschickt. Ist auch irgendwie erstaunlich, finde ich. Da ist draußen herbstlich-kaltes-feuchtes Wetter, man erklärt der Sprechstundenhilfe, dass man ein schnupfhustigfiebriges Kind hat. Und die gute Frau lächelt und sagt: "Gehen Sie man noch mal für ne Stunde raus und kommen Sie dann wieder." Naja, ok, ne Stunde im Wartezimmer ist vielleicht auch nicht so empfehlenswert, wer weiß, mit was für Krankheiten man dann wieder kommt. Aber einen fröhlichen Herbstspaziergang wird man bei dem Wetter mit Kind wohl auch nicht gerne machen wollen. OK, wir sind dann frühstücken gegangen.

Und das war sogar ganz schön. Bei Karstadt gibt es so ein leckeres Angebot. Da kann man sich für 3,10 Euro fünf "Teile" am Buffet zusammenstellen. Also z.B. ein Ei, ein Brötchen, ein Stück Butter, zwei Scheiben Wurst. Oder zwei Brötchen, zwei Scheiben Lachs und eine Scheibe Putenbrust (das hatte ich). Oder so. Dazu ein Getränk freier Wahl. A hatte warmes Koffein und ich hatte kaltes.

Der Wutz durfte ein wenig am Knust vom Brötchen lutschen, aber der hatte so Halsweh, der wollte das gar nicht.

Nach diesem leckeren Frühstück sind wir dann zurück zum Arzt gegangen und waren zwar pünktlich, durften aber dennoch noch über eine Stunde warten. Dafür hat sich dann aber die Tante Doktor viel Zeit mit uns gelassen, das ist ja auch was wert. Der Wutz wurde abgehorcht und ausgeleuchtet. Er findet das Stethoskop (schreibt man das so?) zwar spannend, mag es aber gar nicht, wenn er das Abhöropfer ist (das sollten wir dem Schäuble mal sagen, das mag ja wohl wirklich keiner!). Er mag auch nicht in den Hals gekuckt bekommen und schon gar nicht in die Ohren.

Aber die Ärztin konnte uns beruhigen. Die Lunge und die Ohren sind ganz prima in Schuss, lediglich der Hals war gerötet und verschleimt. Wir haben also Nasentropfen und Hustensaft verschrieben bekommen und zogen von dannen. Zuhause wurde der kleine Kranke gleich erst mal bebeiköstigt, was er auch gern mit sich geschehen ließ. Onkelgläschen Gemüsereis mit Biopute.

Den Nachmittag hat unsere kleine Familie dann schlafend verbracht. Ist ja auch mal was.

Abends gab es noch mal Beikost, noch ein Onkelgläschen mit Birchermüsli. Kam gut an.

Nicht so gut kam der erste richtige Zahnputzversuch beim Wutz an. Es wurde uns empfohlen, angesichts der wahnsinnig vielen Zähnlein im Wutzimund nun auch mal Zahnpasta zu verwenden. Ich habe extra die geeignete Kinderzahnpasta gekauft, aber naja, hmpf. Sie mundete sozusagen nicht wirklich.

Jetzt schläft der kleine Wicht hoffentlich einem gesünderen Tag entgegen.

Ich dank Euch noch mal ganz dolle für die lieben Gute-Besserungs-Wünsche :-))

Sonntag, 30. September 2007

Doch ein kleiner kranker Wutz

Ich hätte das mal nicht schreiben sollen vorhin, dass der kleine Kerl ganz fit ist und kein Fieber hat.

Denn nur eine halbe Stunde später glühte er förmlich und hatte 38,6 Fieber. Ich hab gar nicht abgewartet, ob das nun noch höher wird, und habe ihm mit Papas Hilfe und gegen Kindleins energischen Protest ein Paracetamol-Zäpfchen verabreicht. Den restlichen Tag hat er zwar fieberfrei aber ziemlich schlapp verbracht.

Er hat dennoch abends ganz gut gefuttert und mochte dann sogar noch ein wenig mit Papa und dem BobbyCar und den hübschen goldenen "Knöpfen" an Papas Boxen spielen.

Beim Zubettgehen war er dann aber wieder schnaufig, schniefig, fieberrot. Morgen also dann ab zum Arzt!

Mittwoch, 19. September 2007

Hach

Sie sind da: die ersten richtigen Schuhchen vom kleinen Herrn! Und sie sind soooo süß!




Donnerstag, 13. September 2007

Rowdy

In unserem Yogakurs für Mütter mit Babies war bis vor den Sommerferien ein kleiner Junge, dem wir den Namenszusatz "Der Rabauke" verpasst haben. Das reimte sich auf seinen Namen und passte wie die Faust aufs Auge, und auch dieses Wortbild passt hervorragend zu ihm (als ich noch unbesohnt war, konnte ich sogar einst einmal statt Wortbild den passenden Fachbegriff aus dem Ärmel zaubern, jaja). Der Rabauke also war ein kleiner Störenfried in unserem Yogakurs. Seine Mutter war sehr entspannt und yogte vor sich hin, während ihr Sohn auf Rabaukentour ging. Die anderen Mütter waren gar nicht so entspannt, mussten sie doch den Rabauken davon abhalten, ihren Babies bleibenden Schaden zuzufügen. Dem Wutz hat er des öfteren ganz arg Spielzeug auf den Kopf gehauen ... Ja, so war das mit dem Rabauken. Und wir waren alle ein wenig angepisst erstaunt, dass die Rabaukenmama so entspannt war dabei.

Der Rabauke ist nach den Sommerferien gar nicht wieder gekommen. Eigentlich ist nach den Sommerferien gar niemand von unserer alten Truppe dabei, was in vielerlei Hinsicht sehr schade ist. Wir waren ja - trotz dem Rabauken - eine nette Gruppe, und dem Wutz fehlt vor allem seine Biene (aber die zieht ja um, hmpf!). In der alten Gruppe war er fast der Kleinste.

Jetzt ist er aber der Obermacker in der neuen Gruppe (die sicherlich ansonsten auch nett ist). Ein anderer kleiner Junge ist zwar älter, aber viel kleiner. Der Wutz hat zu allererst einmal den Jüngsten unserer Gruppe misshandelt zärtlich begrüßt. Als dem das nicht gefiel, an den Haaren gezogen und in die Augen gepiekst zu werden, und er deswegen lauthals schrie, krabbelte der Wutz weiter zum nächsten Baby, dem er erst einmal den Schnuller entriss. Mit dem Schnuller kloppte er dem netten kleinen Kerlchen auf den Kopf und freute sich sehr. Das nette kleine Kerlchen freute sich nicht so. Der ältere Junge krabbelt zum Glück schon, der konnte sich dem Wutz meist entziehen, was der Wutz aber ausglich, in dem er bei den entspannenden Bodenübungen der Mutter des älteren Jungen liebevoll ins Bein biss und in den Haaren knotete, natürlich begleitet von inbrünstigen Freude-Rufen.

Ich bin aber gar keine Rabaukenmama, daher fiel es mir etwas schwer, dabei entspannt zu yogen. Aber da ich eh so dolle Rückenweh hatte, hab ich viele Übungen ausgelassen. Das nächste Mal wird der Wutz einfach an ein Tischbein gebunden, das hat er dann davon (Achtung, das ist nicht ernst gemeint, das ist wirklich gar nicht ernst gemeint!!!) :-)

Der Wutz wuselt rum

Während ich heute am Rechner bei Ebay auf der Suche nach Winterklamöttchen für den Wutz war, hat er ein wenig im Arbeitszimmer rumgewuselt.

Er wollte nach seinem (ultrakurzen) Mittagsschlaf gleich an seine Spielzeugkiste und die doofen Hosen gar nicht erst anziehen ...






Dann war ich aber doch stärker sozusagen. Ich bin ja auch die Mama, die besser weiß, dass auch kleine Wütze kalte Füßis kriegen. Frisch bewärmt mit Hosen (Gr. 80, uff!) und Söcklein (rutschfest) hat der Wutz sich dann erst einmal Papas Rechner vorgenommen.

Aber das sagen wir dem Papa nicht :-P

Donnerstag, 23. August 2007

Neun Monate oder 40 Wochen

Jetzt ist der Wutz schon genau so lange außerhalb meines Bauches, wie er vorher mein Insasse war. Irre, wie die Zeit vergeht.

Und dieser Monat war besonders rasant. Der Wutz ist mobil geworden. Erst hat er sich fleißig ans Robben gemacht. Als wir am 24. Juli in Schweden ankamen, ist er ganz vorsichtig erst durch ein Zimmer gerobbt, bis er es ein wenig erkundet hatte. Dann fing er an und hat sich auch mal von mir weg in andere Zimmer gewagt, wenn es ihm dort interessant erschien. Er hat sich am Vormittag dran erinnert, was er am Vorabend erkundet hatte, und hat dann seine Erkundung fortgesetzt. Besonders interessant war hier der Handfeger beim Kühlschrank und das Kaminholz. Er hat auch ganz schön an Krobbelgeschwindigkeit zugelegt.

Wenn ihm eine Krobbelunterlage eklig war (Rasen), konnte er sogar ein wenig krabbeln.

Bis er dann Anfang August auf seine Biene stieß, die sich schon in den Stand ziehen kann. Das hat den Wutz gewutzt. Er hat sich den Vorgang genau angekuckt, die Sachlage analysiert und am nächsten Tag nachgemacht. Ein Stehwutz!

Seitdem robbt, krobbelt oder krabbelt er nur noch, wenn es schnell gehen soll oder wenn er Stehobjekte erreichen will, also solche, an denen er sich in den Stand ziehen kann. Und das geht mittlerweile schon ganz gut, er zieht sich sogar am Wannenrand hoch und kippt nur noch ca. jedes zweite Mal um. Immerhin, nicht mehr jedes Mal :-) OK, es wird manchmal ein wenig hektisch und stressig und beulig seitdem, aber er ist ein Standwutz! Unser Wutz!

Sitzen ist seitdem natürlich auch eher was für Babies, denkt der Wutz. Er kniet lieber. Vorzugsweise mittlerweile auch freihändig. Dabei kann er immerhin einige Minuten balancieren und im Sturz auch schon rechtzeitig das Köpflein einziehen, so dass es nicht so laut rummst!

Trotz all dem Stehen packt es ihn dann manchmal aber doch, dann hat er seine bevorzugte Krobbel-Rennstrecke vom Arbeitszimmer ins Bad. Türschwellen sind hierbei der natürliche Feind, die es mit äußerster Vorsicht zu überqueren gilt.

Zum Thema Schlafen: Der Wutz schläft durch, manchmal schafft er schon bestimmt anderthalb oder zwei Stunden am Stück, die er durchschläft. Ich glaub, wenn er 18 ist, haben wir das dann auch in trockenen Tüchern :-)

Beikost ist prima, da hat sich in diesem Monat einiges getan! Er hat jetzt schon ein paar Gemüsesorten durch, sowohl Gläschen als auch Selbstgekochtes. Der Tipp von der Wutz-Oma war echt Gold wert, doch in die ersten Breichen ein wenig Obst zu mischen. Blumenkohl im Gläschen mochte er dennoch nicht, da muss ich bald mal probieren, wie es denn selbstgekocht aussieht, ansonsten ist Kürbis im Gläschen prima, Kartoffel oder Reis dazu, Pute auch, Rind nicht so sehr. Mais mit Kartoffel und Mango ist super toll.

In den letzten Wochen gab es mittags dann selbstgekocht Zucchini-Kartoffel-O-Saft-Öl-Pü! Der Renner. Heute hab ich die Zucchini mit Kohlrabi vertauscht. Kommt auch gut.

Beim Abendbrei sind wir gut vorangekommen. Zuerst bekam er Reisflocken mit Birnenglas und Muttermilch. Mochte und mag er sehr. Nach unserer Schwedenrückkehr bin ich zum Birnenselberkochen übergegangen. Auch gut. Dann hab ich Hirse probiert. Nicht soo gut. Das war von zwei schlaflosen Nächten gefolgt. Nun wieder Reisflocken, aber ohne Muttermilch, das ist nun wieder gut. Ich stille deutlich weniger und habe auch deutlich weniger Heißhunger.

Ansonsten wächst und gedeiht der kleine Kerl, allmählich hat er sogar eine Frisur.

Ich kann mir unser Leben ohne den Wutz gar nicht mehr vorstellen, auch wenn ich sicherlich manchmal ausgeschlafener wäre.